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Joh-Insolvenz – Einschnitt und Chance für die Einkaufstadt Gelnhausen
08.07.2013 | 19:20 Uhr

Die BÜRGER FÜR GELNHAUSEN (BG) waren wie viele Gelnhäuser geschockt über den Insolvenzantrag des Kaufhauses Joh und bedauern diese Entwicklung, vor allem wegen der betroffenen Joh-Mitarbeiter. Aber noch besteht die Hoffnung einen Investor für Joh Gelnhausen zu finden. Hierbei hat die Stadt Gelnhausen geholfen, Kontakte zu möglichen Investoren zu knüpfen.

Nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Einkaufsstadt Gelnhausen bedeutet die Insolvenz von Joh einen gravierenden Einschnitt.

Sinkende Umsätze, ein zunehmender aggressiver Wettbewerb und die steigende Konkurrenz von Einkäufen im Internet hätten das Kaufhaus in die finanzielle Schieflage geführt, erläuterte die Joh-Geschäftsführung in der Presse.

Aber auch Managementfehler und falsche unternehmerische Entscheidungen waren sicher für die Insolvenz verantwortlich. Zu nennen sind aus Sicht der BG z.B. die Schließung des Lebensmittelgeschäftes im Kellergeschoss und die Änderung des Warensortiments.

Erfolg oder Misserfolg hängen im Wesentlichen von unternehmerischen Entscheidungen und der Führung der Geschäfte ab. Geschäftsleute, aber auch die Immobilienbesitzer müssen an einem Strang ziehen, und zwar alle in die gleiche Richtung. Bis heute fehlt insbesondere die Geschlossenheit und Einigkeit der Gelnhäuser Geschäftswelt. So kann sicher kein Kunde verstehen, dass es schon seit Jahrzehnten nicht gelingt, sich auf einheitliche Geschäftsöffnungszeiten zu einigen. Auch die Tatsache, dass sich nicht alle Geschäfte bei Aktionen wie Einkaufsnächten, „Alles uff die Gass“ etc. beteiligen, ist nicht nur für die Kunden unverständlich.

Um die Einkaufsstadt Gelnhausen zu stabilisieren und zu verbessern, muss ein passendes vielfältiges Warensortiment für das Kundenklientel angeboten werden, dass man in die Einkaufstadt Gelnhausen ziehen will. Wichtig ist auch, dass die Gelnhäuser Bürger wieder in Gelnhausen einkaufen.

Auch die Gewinnung zusätzlicher Kundengruppen muss versucht werden. So existiert z. B. direkt neben dem Kaufhaus Joh in den Beruflichen Schulen mit ca. 3700 Jugendlichen ein beachtliches Käuferpotential.

Die Stadt Gelnhausen kann nur durch flankierende Maßnahmen in einem begrenzten Umfang die Randbedingungen verbessern. Allerdings müssen von der Stadt Gelnhausen geplante Maßnahmen von den Geschäftsinhabern und Immobilien-Eigentümern auch unterstützt und mitgetragen werden. Das war bisher meist nicht der Fall, wie nachfolgendes Beispiel zeigt.

Bereits 1992 haben die der BÜRGER FÜR GELNHAUSEN (BG) in ihrem ersten Wahlprogramm eine durchgehende Fußgängerzone vom Bahnhof bis zur Langgasse gefordert. Mit einem autofreien Ziegelhaus wäre die jetzt geforderte Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Einkäufer schon frühzeitig erreicht worden.

Aber nicht nur die politisch Verantwortlichen haben diese Planungsidee nicht befürwortet und mitgetragen, auch die Geschäftsleute des Ziegelhauses waren dagegen. Der ungehinderte Autoverkehr und wenige Parkplätze im Ziegelhaus waren Ihnen wichtiger, als die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Menschen. Die positiven Erfahrungen mit Fußgängerzonen in anderen Städten hat man nicht zur Kenntnis genommen.

Selbst heute haben anscheinend viele noch nicht erkannt, dass nicht Autos, sondern Menschen einkaufen. Und diese Menschen wollen ein gutes Warenangebot und sie wollen ein Ambiente, in dem sie sich wohlfühlen und wo der Einkauf Spaß macht.

Neben einer autofreien Fußgängerzone wurde von den BÜRGER FÜR GELNHAUSEN (BG) im Rahmen der Ideenfindung für einen Stadtentwicklungsplan die „Stadt am Fluss“ in die Diskussion gebracht. Die vorgeschlagene Umgestaltung der Kinzigufer wurde von vielen positiv beurteilt.

Als erstes wurden Planungen für eine Umgestaltung der Kinzigufer im Bereich der Müllerwiese im Rahmen der Hochwasserschutz-Planungen erstellt und dem Regierungspräsidium Darmstadt Ende 2011 vorgelegt. Nach Kenntnis der BG hat das RP bis heute noch nicht darüber entschieden. Leider ist hier noch nichts geschehen.

Die Einrichtung einer Fußgängerzone, mit der auch eine bessere Verbindung von Altstadt und Südstadt erreicht werden könnte, sowie die Aufwertung und verbesserte Nutzung der Kinzigufer sind zwei von den BG vorgeschlagenen Infrastrukturmaßnahmen zur Verbesserung der der Wohn-. Lebens-, Aufenthalts- und Einkaufsqualität in Gelnhausen.

Die BG befürworten ein Gesamtkonzept für die Innenstadt. Hierfür braucht die Stadt Gelnhausen aber nach Ansicht der BG Hilfe von einem unabhängigen Stadtplaner. Die BG sind der Meinung, dass ein Blick von außen gut für das Projekt Stadtentwicklung wäre.

Allerdings ist auch zu bedenken, dass ein Stadtentwicklungsplan nicht von der Stadt Gelnhausen umgesetzt werden kann, sondern nur einen Rahmen für Investoren und Unternehmer bildet. Wenn sich keine Investoren, Hauseigentümer und Unternehmer finden, die in Gelnhausen investieren und agieren wollen, nutzt der beste und schönste Stadtentwicklungsplan nichts.




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