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 BÜRGER FÜR GELNHAUSEN - NEWS

Abschluss der Standortplanung für Mobilfunk in Gelnhausen
06.02.2013 | 15:27 Uhr

Man sieht ihn nicht, man riecht ihn nicht, und dennoch ist er da – Elektrosmog. Welche Risiken er birgt, ist bislang noch nicht absehbar.

Ärzte und Wissenschaftler befürchten schon heute gesundheitliche Schäden und enorme Folgekosten. Eine hundertprozentige Haftung durch die Mobilfunkindustrie gibt es nicht, sie haften lediglich im Rahmen und im Umfang ihres Versicherungsschutzes. Daher steht auch der Verpächter in der Verantwortung bei Haftungsansprüchen.

Aus all diesen Gründen haben wir, die BÜRGER FÜR GELNHAUSEN, gemeinsam mit der SPD, bereits im Jahr 2008 ein Mobilfunkkonzept in Auftrag gegeben. Der Abschluss des Konzepts steht noch aus, daher beantragen wir, gemeinsam mit der SPD, Mittel in Höhe von 20.000,00 € einzustellen, um das Konzept zum Abschluss zu bringen.

Trotz aller Warnungen werden immer mehr neue Funk-Techniken in unsere Lebenswelt eingeführt: Handy-Netze, TETRA-Funk, LTE, Schnurlostelefone, WLAN, Babyphone, Funkablesegeräte, digitales Radio und Fernsehen u. v. m. Diese technisch erzeugten Felder können mit ihren sehr unterschiedlichen Modulationsarten ggf. verbunden mit niederfrequenter Pulsung die biolo
gischen Stoffwechsel- und Kommunikationsvorgänge der Zellen tiefgreifend stören. Mit Hilfe von fein abgestimmten Regulationsmechanismen können die Selbstheilungskräfte des Organismus solche Störungen anfangs ausgleichen.

Bei anhaltendem elektromagnetischem Stress kann es jedoch zu einer chronischen Schädigung des Organismus und daraus folgend zu Erkrankungen kommen. Insbesondere der Anstieg von Stresshormonen (wir denken an Burnout, ADHS …) und Schädigung von Immunsystem, Erbinformationen und Minderung der Fruchtbarkeit (immer weniger Kinder?), um nur einige der auffälligsten Beispiele zu nennen, bereiten große Sorge. Das alles sind Beobachtungen vieler Ärzte und Wissenschaftler, entnommen dem Internationalen Ärzteappell 2012, in dem sich Ärzte und Wissenschaftler in großer Zahl an Kolleginnen und Kollegen, an Bürgerinnen und Bürger, aber auch an die politisch Verantwortlichen in aller Welt wenden.

Nun haben Sie noch die Möglichkeit, hausgemachten E-Smog zu vermeiden bzw. zu reduzieren (siehe Handynutzung, Gebrauch von WLAN, Schnurlostelefon, Funkablesegeräte usw.).

Allerdings ist das nicht mehr möglich, wenn Mobilfunkantennen in immer größerer Zahl unkontrolliert aufgestellt werden, wobei durchaus die Möglichkeit bestünde, durch geeignete Standortwahl, Montagehöhe und Ausrichtung der Antennen die Immissionen zu verringern.

Der zwangsverordnete TETRA-Funk mit all seinen negativen Begleiterscheinungen erhöht zusätzlich die Strahlenbelastung (und hier sind leider auch möglicherweise die Menschen der Rettungsdienste negativ belastet) und durch den Aufbau der jetzt neuen LTE-Mobilfunk-Netze wird eine Verdoppelung der Strahlenbelastung befürchtet (lt.Diagnose Funk).

Städte und Gemeinden haben schon jetzt die Möglichkeit, die Strahlenbelastung für ihre Bürger so gering wie möglich zu halten. Für die Gemeinde Herrsching ( Bayern) z. B., ergab ein Gutachten des Umweltinstitutes München, dass bei einer optimalen Platzierung der Funkmasten eine Reduktion der Strahlenbelastung um 90 Prozent möglich ist.

Renate Baumann, Vorsitzende der BÜRGER FÜR GELNHAUSEN: „Kommunen haben selten Fachleute, die eine den Verbraucher schützende Planung durchführen könnten. Nach unseren Erfahrungen sind Mobilfunkbetreiber in erster Linie daran interessiert, (preis)günstige Standorte zu belegen. Aus diesem Grund ist eine unabhängige Beratung unverzichtbar. Das Europaparlament, der Europarat, internationale Wissenschaftsverbände und auch der BUND FÜR UMWELT UND NATURSCHUTZ fordern eine Minimierung der Strahlenbelastung, die nur erreicht werden kann, wenn z. B. die Standorte der Antennen optimal ausgesucht werden.“

Kommunen haben einen Handlungsspielraum, sie können steuernd eingreifen und ein Mobilfunkvorsorgekonzept entwickeln, damit die Strahlenbelastung auf ein Minimum reduziert wird und dennoch die mobile Kommunikation problemlos gewährleistet ist. Die Kommune ist z. Zt. die Ebene, auf der ohne viel Aufwand eine neue Art der Mobilfunkpolitik zum Schutz der Menschen und der Umwelt eingeleitet werden kann.



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